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Kategorie Inkasso

Verzugszinsen in Österreich berechnen

Ab dem ersten Tag nach dem Zahlungsziel verzinst sich eine offene Rechnung zwischen Unternehmen automatisch. Dieser Leitfaden zeigt den Zinssatz für 2026, die Formel und ein Rechenbeispiel Schritt für Schritt.

Veröffentlicht 01.04.2026Aktualisiert 31.07.20269 Minuten Lesezeit

Ein steigendes Liniendiagramm auf Papier neben einem Laptop
Symbolbild. Zwischen Unternehmen verzinst sich eine offene Rechnung in Österreich automatisch ab dem ersten Tag nach dem Zahlungsziel. Je länger der Verzug dauert, desto höher der Zinsbetrag. Foto: Markus Winkler / Unsplash

Kurz erklärt

Wie hoch sind Verzugszinsen in Österreich und wie berechnet man sie?

Zwischen Unternehmen betragen die gesetzlichen Verzugszinsen in Österreich 9,2 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, das sind zum Stand 2026 rund 10,7 Prozent pro Jahr. Sie berechnen sie mit der Formel Betrag mal Zinssatz geteilt durch 365 mal Verzugstage. Der Verzug beginnt automatisch nach dem Zahlungsziel, zusätzlich stehen Ihnen 40 Euro Pauschale zu. incaseof.law setzt beides für Sie durch.

Quellen: Unternehmensgesetzbuch, Verzugszinsen zwischen Unternehmen und Pauschale, sowie Basiszinssatz der Österreichischen Nationalbank, Stand erstes Halbjahr 2026, abgerufen im Rechtsinformationssystem des Bundes, Juli 2026. Angaben zu incaseof.law: eigene Daten, Stand Juli 2026.

Unsere Registerstudie „Warten aufs Geld“ ordnet die Kapitalbindung österreichischer Unternehmen ein: mit Methodik, Ergebnistabellen und vollständiger PDF. Sie unterscheidet bilanzielle Forderungsbestände ausdrücklich von überfälligen Rechnungen.

Was genau sind Verzugszinsen?

Verzugszinsen sind der gesetzliche Ausgleich dafür, dass ein Kunde Geld zurückhält, das Ihnen zusteht. Sobald das vereinbarte Zahlungsziel überschritten ist, verzinst sich die offene Forderung, ohne dass Sie einen konkreten Schaden nachweisen müssen.

Wer eine Rechnung zu spät bezahlt, verursacht reale Kosten: Sie müssen den Ausfall womöglich über einen Kredit zwischenfinanzieren, können Skonti bei den eigenen Lieferanten nicht nutzen oder verschieben Investitionen. Genau diese Kosten gleichen Verzugszinsen pauschal aus.

In Österreich haben Sie als Gläubiger das Recht, Verzugszinsen geltend zu machen, im Geschäft mit Verbrauchern ebenso wie zwischen Unternehmen. Der Unterschied liegt im Zinssatz und im Zeitpunkt, ab dem der Verzug eintritt. Beides sehen wir uns in diesem Leitfaden genau an.

Verspätete Zahlungen sind dabei keine Randerscheinung. Der European Payment Report des Kreditmanagement-Anbieters Intrum führt Zahlungsverzug Jahr für Jahr als eines der größten Liquiditätsrisiken für europäische und österreichische Unternehmen. Für kleinere Betriebe, die auf pünktliche Eingänge angewiesen sind, entscheidet der saubere Umgang mit dem Verzug oft über die eigene Zahlungsfähigkeit.

Verzugszinsen sind dabei nur ein Baustein. Wird eine Rechnung nicht bezahlt, reicht der Weg von der ersten Zahlungserinnerung über die Mahnung bis zur Übergabe an ein Inkassoinstitut, und die Verzugszinsen laufen die ganze Zeit weiter.

Ab wann ist ein Geschäftskunde in Verzug?

Zwischen Unternehmen tritt der Verzug in der Regel automatisch ein, sobald das vereinbarte Zahlungsziel überschritten ist. Eine gesonderte Mahnung ist dafür nicht nötig. Steht auf Ihrer Rechnung "zahlbar innerhalb von 30 Tagen", beginnt der Verzug am 31. Tag.

Das ist der wichtigste Unterschied zum Geschäft mit Verbrauchern, und vielen Unternehmen ist er nicht bewusst. Sie müssen nicht erst eine Mahnung schicken, damit die Uhr für die Verzugszinsen zu laufen beginnt. Der Anspruch entsteht mit dem Ablauf der Frist, nicht mit dem ersten Erinnerungsschreiben.

Wurde kein Zahlungsziel vereinbart, richtet sich die Fälligkeit nach Gesetz und Art der Leistung. Prüfen Sie, ob eine Zahlungsaufforderung erforderlich ist. Halten Sie vereinbarte Fristen schriftlich fest. Eine allgemeine österreichische 30-Tage-Regel darf nicht unterstellt werden.

Wie berechnen Sie Verzugszinsen in Österreich?

Verzugszinsen berechnen Sie mit einer einzigen Formel: offener Betrag mal Zinssatz, geteilt durch 365 Tage, mal Anzahl der Verzugstage. Entscheidend ist allein der richtige Zinssatz, und der hängt davon ab, ob Sie mit einem Unternehmen oder mit einem Verbraucher zu tun haben.

Zwischen Unternehmen liegt der gesetzliche Verzugszinssatz bei 9,2 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz. Der Basiszinssatz wird von der Österreichischen Nationalbank halbjährlich festgesetzt und lag zum ersten Halbjahr 2026 bei 1,53 Prozent. Daraus ergibt sich ein Verzugszinssatz von rund 10,7 Prozent pro Jahr. Gegenüber Verbrauchern und bei unverschuldetem Verzug beträgt er dagegen nur 4 Prozent pro Jahr.

KriteriumZwischen Unternehmen (B2B)Gegenüber Verbrauchern (B2C)
Gesetzlicher VerzugszinssatzBasiszinssatz + 9,2 Prozentpunkte (rund 10,7 % p. a. 2026)4 % pro Jahr
Verzugseintrittautomatisch nach Zahlungszielin der Regel nach Mahnung
Pauschale pro Forderung40 Euro, ohne Nachweiskein Anspruch
Mahnung nötignein, bei vereinbartem Zahlungszielja, in der Regel
Verjährung3 Jahre3 Jahre

Grundlagen: Verzugszinssatz zwischen Unternehmen nach dem Unternehmensgesetzbuch, Verbrauchersatz nach dem Allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuch, Basiszinssatz laut Österreichischer Nationalbank, Stand erstes Halbjahr 2026. Keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Wie sich dieser Satz über die Zeit auf einen konkreten Betrag auswirkt, zeigt die folgende Grafik am Beispiel einer offenen Rechnung über 15.000 Euro.

Grafik

Verzugszinsen im Zeitverlauf: eine offene B2B-Rechnung über 15.000 Euro

Zwischen Unternehmen verzinst sich eine offene Forderung 2026 mit rund 10,7 Prozent im Jahr. Bei 15.000 Euro sind das etwa 4,41 Euro pro Tag. So wächst allein der Zinsbetrag mit jeder Woche, in der nicht gezahlt wird, die 40-Euro-Pauschale kommt einmalig dazu.

Rechnungsbetrag15.000 Euro
Zinssatz p. a.rund 10,7 %
Zinsen pro Tag4,41 Euro
Pauschale B2Beinmalig 40 Euro

Aufgelaufene Verzugszinsen auf 15.000 Euro, ohne die einmalige Pauschale von 40 Euro.

Berechnung nach der Formel Betrag mal Zinssatz geteilt durch 365 mal Verzugstage. Zinssatz: 9,2 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz nach dem Unternehmensgesetzbuch, Basiszinssatz 1,53 Prozent laut Österreichischer Nationalbank, Stand erstes Halbjahr 2026, ergibt rund 10,7 Prozent im Jahr. Der Basiszinssatz wird halbjährlich neu festgesetzt. Rechtsgrundlagen abgerufen im Rechtsinformationssystem des Bundes, Juli 2026.

Ein Rechenbeispiel Schritt für Schritt

Am schnellsten wird die Formel an einem konkreten Fall klar. Angenommen, Sie haben einem Geschäftskunden eine Rechnung über 15.000 Euro mit 30 Tagen Zahlungsziel gestellt. Er zahlt erst nach 90 Tagen, ist also 60 Tage in Verzug.

RechenschrittWertGrundlage
Offener Rechnungsbetrag15.000 EuroBeispielannahme
Verzugszinssatz zwischen Unternehmenrund 10,7 % p. a.Unternehmensgesetzbuch
Zinsen pro Tag4,41 Euroaus der Formel
Verzugsdauer60 TageBeispielannahme
Verzugszinsen für 60 Tagerund 265 EuroTageszins mal 60 Tage
Pauschale zwischen Unternehmen40 EuroUnternehmensgesetzbuch
Zusätzliche Forderung gesamtrund 305 EuroZinsen plus Pauschale

Zinssatz aus dem Basiszinssatz der Österreichischen Nationalbank, Stand erstes Halbjahr 2026, plus 9,2 Prozentpunkte nach dem Unternehmensgesetzbuch. Der Basiszinssatz wird halbjährlich neu festgesetzt, prüfen Sie ihn für Ihren Fall zum Zahlungsdatum. Keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Rund 265 Euro Zinsen plus 40 Euro Pauschale, macht etwa 305 Euro zusätzlich zur eigentlichen Rechnung. Bei größeren Beträgen oder längerer Verzögerung summiert sich das schnell: Eine offene Forderung von 50.000 Euro, die drei Monate überfällig ist, bringt zum selben Satz bereits rund 1.320 Euro an Verzugszinsen.

Wenn Sie den genauen Betrag für eine konkrete Rechnung nicht von Hand ausrechnen wollen, übernimmt das der Verzugszinsen-Rechner in einer Minute, inklusive des tagesaktuellen Basiszinssatzes.

Was hat es mit der 40-Euro-Pauschale auf sich?

Zwischen Unternehmen steht Ihnen neben den Verzugszinsen ein pauschaler Betrag von 40 Euro pro Forderung zu. Diese Pauschale fällt automatisch an, ohne dass Sie tatsächliche Kosten nachweisen müssen.

Die Pauschale deckt den internen Aufwand ab, der durch die verspätete Zahlung entsteht. Übersteigen Ihre tatsächlichen Kosten der Rechtsverfolgung diesen Betrag, etwa durch ein konzessioniertes Inkassoinstitut oder notwendige Auskünfte über den Schuldner, können Sie auch den höheren Betrag verlangen. Die 40 Euro sind der Sockel, nicht die Obergrenze.

In der Praxis wird dieser Anspruch oft vergessen. Bei einer einzelnen Rechnung fällt er kaum ins Gewicht, bei vielen offenen Forderungen im Jahr kommt aber eine spürbare Summe zusammen, die Ihnen ohne Zusatzaufwand zusteht.

Wann verjähren offene Rechnungen in Österreich?

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verjähren in Österreich drei Jahre nach Fälligkeit. Nach Ablauf dieser Frist kann der Schuldner die Zahlung verweigern, selbst wenn die Forderung ursprünglich berechtigt war. Die Verzugszinsen verjähren in derselben Frist wie die Hauptforderung.

Ein Beispiel: War eine Rechnung am 1. April 2026 fällig und blieb unbezahlt, verjährt die Forderung grundsätzlich am 1. April 2029. Bis dahin können Sie sie samt Zinsen durchsetzen, danach nur noch, wenn der Schuldner freiwillig zahlt.

Wichtig ist dabei ein oft unterschätzter Punkt: Eine einfache Mahnung unterbricht die Verjährung nicht. Erst ein gerichtlicher Mahnbescheid, eine Klage oder eine Schuldanerkennung durch den Schuldner, etwa eine Teilzahlung, hemmt oder unterbricht die Frist. Wer eine offene Rechnung zwei Jahre liegen lässt, verhandelt am Ende nicht mehr über die Forderung, sondern über die Zeit.

Wie beugen Sie Zahlungsverzug im B2B vor?

Am günstigsten ist der Verzug, der gar nicht erst entsteht. Fünf Maßnahmen haben sich in der Praxis bewährt, um Zahlungsausfälle zwischen Unternehmen zu senken, bevor Zinsen und Pauschale überhaupt zum Thema werden.

  • Klare Zahlungsbedingungen. Legen Sie das Zahlungsziel in Vertrag und Rechnung eindeutig fest. Ein konkretes Datum oder "14 Tage netto" lässt keinen Interpretationsspielraum, "zeitnah" schon.
  • Bonität vorab prüfen. Gerade bei neuen Partnern oder großen Aufträgen lohnt sich eine Auskunft. Das ist kein Misstrauen, sondern gelebtes Risikomanagement.
  • Sofort Rechnung stellen. Je früher die Rechnung raus ist, desto früher läuft die Frist. Wer erst Wochen nach der Leistung fakturiert, verschenkt Zeit.
  • Strukturiertes Mahnwesen. Die erste Zahlungserinnerung darf freundlich sein, die zweite deutlich. Spätestens nach der dritten Mahnung sollte klar sein, dass der nächste Schritt ein professionelles Inkasso ist.
  • Früh abgeben. Je frischer die Forderung, desto höher die Realisierungsquote. Eine seit sechs Monaten offene Rechnung hat deutlich schlechtere Chancen als eine, die vor vier Wochen fällig wurde.

Welche Fehler kosten Unternehmen am meisten Geld?

Der teuerste Fehler beim Thema Verzugszinsen ist, den Anspruch gar nicht zu nutzen. Wer auf Zinsen und Pauschale verzichtet, signalisiert säumigen Kunden, dass verspätete Zahlungen ohne Folgen bleiben, und verschlechtert damit die Zahlungsmoral im eigenen Kundenstamm.

Vier weitere Fehler tauchen immer wieder auf:

  • Den falschen Zinssatz ansetzen. Forderungen zwischen Unternehmen werden mit dem höheren Satz verzinst. Wer den Verbrauchersatz von 4 Prozent anwendet, verschenkt bares Geld.
  • Zu spät handeln. Jeder Tag senkt die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Zahlung, und gleichzeitig läuft die Dreijahresfrist bis zur Verjährung.
  • Nicht dokumentieren. Ohne Nachweis über Leistung, Rechnung und Zustellung wird jeder gerichtliche Schritt angreifbar. Wer nur mündlich mahnt, steht im Streitfall ohne Beweis da.
  • Die Pauschale vergessen. Die 40 Euro pro Forderung stehen Ihnen zwischen Unternehmen automatisch zu und kosten Sie nichts zusätzlich.

Wann lohnt sich professionelles Inkasso?

Solange Sie nur an eine Rechnung erinnern, ist das Selbermachen der richtige Weg. Sobald Sie zum zweiten Mal ohne Reaktion gemahnt haben, ist die Übergabe an ein konzessioniertes Inkassoinstitut meist die günstigere Entscheidung, weil ab diesem Punkt Ihre Arbeitszeit teurer ist als das Verfahren.

Ein konzessioniertes Inkassoinstitut übernimmt nicht nur die Kommunikation mit dem säumigen Zahler. Es berechnet die Verzugszinsen korrekt, setzt die Pauschale an, dokumentiert den Vorgang gerichtsfest und kann bei Bedarf das gerichtliche Mahnverfahren einleiten. Wie moderne Verfahren ablaufen, zeigt der Leitfaden Wie funktioniert Inkasso in Österreich.

Dabei gilt: Je frischer die Forderung, desto höher die Realisierungsquote. Was der Weg über incaseof.law kostet, steht transparent unter Inkassokosten, den Ablauf zeigt So funktioniert Inkasso. Ihre Hauptforderung bleibt dabei zu 100 Prozent bei Ihnen.

Dieser Leitfaden erklärt die Rechtslage in Österreich allgemein und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Stand der zitierten Normen und des Basiszinssatzes: Juli 2026.

Häufige Fragen

Fragen zu Verzugszinsen in Österreich.

Die sieben Fragen, die zu Verzugszinsen im B2B-Geschäft am häufigsten gestellt werden, kurz beantwortet. Die Rechtsgrundlage zu jeder Antwort steht im Quellenblock darunter.

Zinsen berechnen
Zwischen Unternehmen betragen die gesetzlichen Verzugszinsen in Österreich 9,2 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Bei einem Basiszinssatz von 1,53 Prozent im Jahr 2026 ergibt das rund 10,7 Prozent pro Jahr. Gegenüber Verbrauchern liegt der Satz bei 4 Prozent jährlich.
Im Geschäft zwischen Unternehmen dürfen Sie Verzugszinsen ab dem Tag berechnen, an dem das vereinbarte Zahlungsziel überschritten ist. Bei einem Zahlungsziel von 30 Tagen laufen die Zinsen ab dem 31. Tag. Eine vorherige Mahnung ist dafür nicht nötig, wenn ein klares Zahlungsziel vereinbart wurde.
Die Formel lautet: offener Betrag mal Zinssatz, geteilt durch 365 Tage, mal Anzahl der Verzugstage. Bei 15.000 Euro, rund 10,7 Prozent Zinssatz und 60 Tagen Verzug ergibt das etwa 265 Euro. Zusätzlich steht Ihnen zwischen Unternehmen eine Pauschale von 40 Euro zu.
Zwischen Unternehmen in der Regel nicht, sofern ein Zahlungsziel vereinbart wurde. Der Verzug tritt dann automatisch mit Ablauf der Frist ein. Gegenüber Verbrauchern ist meist eine Mahnung nötig. Eine dokumentierte Zahlungserinnerung ist trotzdem immer sinnvoll, weil sie den Verzug belegt.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verjähren in Österreich drei Jahre nach Fälligkeit. Die Verzugszinsen verjähren in derselben Frist wie die Hauptforderung. Eine einfache Mahnung unterbricht die Verjährung nicht, nur gerichtliche Schritte oder eine Schuldanerkennung durch den Schuldner tun das.
Die Vergütung eines konzessionierten Inkassoinstituts trägt grundsätzlich der säumige Schuldner, und ihre Höhe ist durch die Inkasso-Höchstsätze-Verordnung gedeckelt. Bei incaseof.law bleibt Ihre Hauptforderung zu 100 Prozent bei Ihnen, weil keine Provision davon abgezogen wird.
Ein vollständiger Ausschluss der Verzugszinsen zwischen Unternehmen ist in Österreich nur eingeschränkt möglich. Eine Klausel, die den Gläubiger gröblich benachteiligt, ist unwirksam. Wenn ein Geschäftspartner den Ausschluss in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen versucht, sollten Sie das vor Vertragsabschluss ansprechen.
Porträt von Dr. Maximilian Kindler, Gründer und CEO von incaseof.law

Über den Autor

Dr. Maximilian Kindler, LL.M., MBA

Dr. Maximilian Kindler, LL.M., MBA ist Gründer und CEO von incaseof.law, dem in Österreich konzessionierten und in Deutschland registrierten Inkassoinstitut. Er verantwortet das Modell: Die Hauptforderung bleibt ungekürzt beim Gläubiger, die Verzugskosten trägt der säumige Schuldner.

Die Quellen zu diesem Beitrag finden Sie im Quellenverzeichnis. Der Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Beratung im Einzelfall.

Alle Beiträge von Dr. Maximilian Kindler

Gründer und CEO Konzessioniert in AT, registriert in DE

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3

100 Prozent der Hauptforderung

Ihre Hauptforderung bleibt ungekürzt. Die Verzugskosten trägt der säumige Schuldner, nicht Sie als Gläubiger.

Im regulären außergerichtlichen Inkasso entstehen Ihnen keine Kosten von incaseof.law, auch wenn der Schuldner nicht zahlt, und es gibt keine Erfolgsprovision auf Ihre Hauptforderung. Gerichtsgebühren und in Österreich die Übermittlungsentgelte von MANZ fallen nur an, wenn Sie das gerichtliche Verfahren freigeben. Einzug und Dauer sind nicht garantiert; Ausnahmen und die Anrechnung von Teilzahlungen stehen unter Kosten und Leistungsumfang.

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