Im Vergleich
Außergerichtlich oder gerichtlich: der direkte Vergleich.
Beide Wege führen zum selben Ziel, sie unterscheiden sich in Dauer, Kostenlogik und Aufwand. Die Tabelle nennt beide Seiten, auch die Nachteile.
Stand: August 2026
Außergerichtlicher Einzug und gerichtlicher Weg im Vergleich (Stand: August 2026)
| Merkmal | Außergerichtlicher Einzug | Gerichtlicher Weg (Mahnklage) |
| Was passiert | Zahlungsaufforderung, Erinnerung und letzte Mahnung durch ein lizenziertes Inkassoinstitut. | Antrag auf einen Zahlungsbefehl beim Bezirksgericht, eingebracht über den Elektronischen Rechtsverkehr. |
| Dauer | Oft wenige Wochen, abhängig von Reaktion und Zahlungsfähigkeit des Schuldners. | 8 bis 10 Wochen bis zur Rechtskraft des Zahlungsbefehls, bei Einspruch Monate. |
| Kosten-Logik | Verzugszinsen und Inkassokosten entstehen durch den Verzug und gehören zum Verzugsschaden. | Pauschalgebühr des Gerichts nach Streitwert, ab 5.000 Euro dazu Anwaltskosten nach Tarif. |
| Wer die Kosten trägt | Der säumige Schuldner. Ihre Hauptforderung bleibt ungekürzt. | Bei Erfolg der Schuldner. Ist er zahlungsunfähig, bleiben die Verfahrenskosten beim Gläubiger. |
| Ihr Aufwand | Rechnung übergeben, Status jederzeit im Portal ansehen. | Ebenfalls nur die Übergabe: incaseof.law bereitet die Mahnklage vor und bringt sie ein. |
| Anwalt nötig | Nein, incaseof.law tritt als lizenziertes Inkassoinstitut selbst auf. | Bis 5.000 Euro Streitwert nicht. Darüber besteht grundsätzlich Anwaltspflicht, dann übernimmt die Partnerkanzlei Biedermann & Belihart. |
| Ergebnis | Zahlung ohne Gerichtsverfahren, danach Auszahlung von 100 % der Hauptforderung. | Vollstreckbarer Titel als Grundlage für die Exekution. |
| Wann sinnvoll | Solange der Schuldner erreichbar und zahlungsfähig ist. Das ist der Normalfall. | Wenn die außergerichtliche Stufe ohne Zahlung endet, ein Titel gebraucht wird oder die Verjährung droht. |
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Was für wen passt: Solange Ihr Kunde erreichbar und zahlungsfähig ist, ist der außergerichtliche Einzug der schnellere Weg, weil die Verzugskosten der Schuldner trägt und Ihre Hauptforderung ungekürzt bleibt. Erst wenn keine Stufe eine Zahlung auslöst, lohnt der gerichtliche Weg: dort geht es um den vollstreckbaren Titel, nicht mehr um die Ansprache. Wie das Verfahren abläuft, steht auf der Seite zur Mahnklage. Geht es um offene Mieten, Betriebskosten oder Rücklagen, kommt zusätzlich die Räumungsklage in Frage. Was der Einzug kostet, zeigt die Übersicht der Inkassokosten.
Bewertungskriterien: Ablauf, Dauer, Kostenlogik, Kostentragung, Aufwand auf Ihrer Seite, Anwaltspflicht, Ergebnis und Einsatzfall. Die Angaben zum gerichtlichen Weg beziehen sich auf das österreichische Mahnverfahren. Stand: August 2026.